Quo vadis Europa?

Nun ist es endlich soweit, die griechische Regierung steht unmittelbar vor dem Staatsbankrott. Was ist eigentlich aus den einstigen Begründern unseres „modernen“ Europas geworden? Ein Volk, das nur über Menschenwürde labert, aber offenbar nicht imstande ist die Zeichen der Zeit zu erkennen und ein radikales Umdenken in ihrer Finanzpolitik durchzusetzen. Schon lange vor den olympischen Spielen 2004 in Athen wurden die Griechen eindringlichst von der EZB und mehreren EU-Ländern gewarnt, daß ihre angespannte Lage es nicht erlaubt derart hohe Kredite aufzunehmen, da eine Rückzahlung aufgrund der damaligen Wirtschaftsleistung, und erst recht der heutigen, kaum möglich sein wird. All diese Argumente wurden von der damaligen Regierung brüsk zurückgewiesen und in den Wind geschlagen. Man ließ sich das größte aller Sportfeste, das man noch dazu einst ins Leben gerufen hat, etwas kosten. Seien es Sportstätten, Verkehrsbauwerke, Städtebau und was sonst noch alles, hier wurde nicht gespart, ganz im Gegenteil, hier wurde so richtig geklotzt.

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Und nun, nachdem eine neue Regierung ins Amt gewählt wurde, wird den Griechen schließlich die Rechnung präsentiert. Nun wurde das Ausmaß des kompletten Finanzschadens erst so richtig klar und in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Aber wer waren die eigentlichen Verursacher dieser Misere? Sicherlich nicht die Griechen alleine! Die geradezu naive Vertrauensseligkeit der Kreditgeber, oder sollte man sagen Gier, hat hier einen recht beträchtlichen Teil beigetragen. Anstatt erst substantielle Reformen in Griechenland abzuwarten wurden noch mehr Hilfsgelder in ein Faß ohne Boden gepumpt, nur um den qualvollen Tod einer maroden Wirtschaft noch weiter hinauszuzögern, um dann am Ende doch den unvermeidlichen Gnadenstoß durch harte Konsequenzen zu erteilen. Da nützt es auch wenig, wenn Präsident Putin von Hilfestellung redet, wogegen sein eigenes Land doch selbst in einer der ärgsten Krisen seit Ende des kalten Krieges steckt. Inzwischen ist die Verschuldung bereits so hoch, daß man sogar gezwungen war die Hälfte des Containerhafens von Piräus 2009 an das chinesische Staatsunternehmen China Ocean Shipping Company (COSCO) für die Dauer von 35 Jahren zu verpachten. Endlich ist es dem gelben Riesen gelungen seinen Fuß in eine der Türen Europas zu stellen und wenn es so weiter geht, dann wird er bald nicht nur den Fuß zwischen Tür und Angel haben, sondern ganze Staaten wirtschaftlich kontrollieren! Dies alles ist dem mangelnden Reformwillen der Griechen und ihren vollkommen durchgeknallten Geldgebern zu verdanken.

Vor etwa 2800 Jahren hätte wohl kein Grieche ernsthaft an den Niedergang seiner aufblühenden Kultur gedacht, diese Leute würden sich im Grab umdrehen, wenn sie wüßten was heute aus ihrem Staat geworden ist!

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Kultur oder Unkultur?

Was man heute so alles in den Tiefen des Internet zu lesen bekommt läßt einem schon manchmal das Blut in den Adern gefrieren. So schreibt irgendein offenbar geistesschwaches Subjekt zur Frage, was denn nach heutiger Auffassung als Kulturhauptstadt der westlichen Welt gelten könnte folgendes:

Zitat: „Also ich würde mal ökonomisch argumentieren, da die amerikanische Medienindustrie den Westen dominiert, wäre die Kulturhauptstadt wohl Los Angeles (wegen Hollywood).“

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man über derlei naive Feststellung nur mehr lachen. Kaum ein Ort auf diesem verkommenen Planeten ist so weit von jeglicher Kultur entfernt wie Hollywood. Eine durch und durch niederträchtige „Suppenküche“, deren „Köche“ nurmehr aus internationalen Investoren und jüdischen Produzenten sowie deren Regisseure besteht, die ihre jämmerlichen Machwerke aus digitaler Gewaltverherrlichung, Geschichtsfälschung und bodenlosem Schwachsinn in manipulierender Weise auf die Menschheit loslassen. Hinzu kommt auch noch die Tatsache, daß das Pentagon darüber bestimmt, was in der amerikanischen Filmindustrie „politisch korrekt“ ist und was nicht, mit der lakonischen Feststellung: „Wer nicht mit uns zusammenarbeitet, der arbeitet nirgendwo mehr“! Wenn es auf dieser Welt ein Zentrum der Unkultur gibt, dann liegt es genau da. Ironischer Weise denken diese Affen auch noch Paris sei die ultimative „Kulturhauptstadt“ Europas, eine Behauptung die überdies in zahlreichen Filmen als Meta-Botschaft immer wieder suggeriert wird. Unter diesen Umständen sehnt man sich viel eher nach dem alten Hollywood, als die Herstellung von kulturell wertvollen Filmen noch tatsächlich als Kunstbegriff einen Namen hatte.

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 Der sogenannte „Westen“ gilt heute als synonymer Begriff für ein Wertesystem dessen Prägung sich aus der Geschichte heraus entwickelt hat und dabei viele Wurzeln aufweist. Eine klare Grenze zwischen Ost und West zu ziehen ist heute überaus schwierig geworden, da sich diese Grenzen immer wieder verschieben und neu definieren. Dennoch bekenne ich mich zum abendländischen Kulturkreis und lehne daher auch jegliche Einflußnahme von außen ab. Athen, Konstantinopel und Rom, das sind meine Wurzeln, meine Werte, mein Erbe, und absolut nichts anderes!

Solidarität statt Rationalität?

Der Terror hat wieder zugeschlagen. Ich bin weder schockiert, noch betroffen, noch entsetzt, noch zutiefst bestürzt, noch in irgend einer Weise verwundert. Nicht das kleinste Bißchen.

Stattdessen bin ich über die bescheuerten Reaktionen der sogenannten „Weltgemeinschaft“ und ihren demonstrativen Solidaritätsbekundungen, die ohnehin nur aus heißer Luft und Heuchelei bestehen, äußerst verärgert und wütend. Es ist fast schon ein regelmäßig wiederkehrendes Polit-Ritual, das hier vollzogen wird. Wie dämlich ist die französische Regierung eigentlich wirklich? Dachte Herr Hollande tatsächlich, er könnte mit seinem halbherzigen Mitmischen in Syrien, einem lächerlichen und zeitraubenden Antiterrorkrieg auf Sparflamme, einen substantiellen Beitrag zur Befriedung des Landes leisten? Oder glaubt die westliche Welt tatsächlich, sie könnten mit dem gezielten Ausschalten von führenden Terroristen einen echten Friedensbeitrag erzielen? Haben diese Vollidioten noch immer nicht erkannt, daß die Reorganisationsfähigkeit diverser Terrororganisationen um ein Vielfaches höher ist, als das Reaktionsvermögen westlicher Militärs und deren Geheimdienste?

Jetzt auf einmal verkündet man mit stolzgeschwellter Brust: „Frankreich befindet sich im Krieg“! Na so was aber auch, da wird sich nun der IS samt seinen Partnerorganisationen vor Angst buchstäblich ins Hemd scheißen! Länder wie Frankreich und England haben wirklich alles, um einen koordinierten Vernichtungskrieg gegen diese Barbaren zu führen. Eine bestens ausgerüstete Marine mit Hubschrauber- und Flugzeugträgern, eine schlagkräftige Luftwaffe und gut ausgebildete Spezialeinheiten für den Ernstfall. Aber trotz allem drückt man sich wo es geht, verhandeln ist ja so viel billiger, schließlich soll von den eigenen Mannschaften doch niemand zu Schaden kommen.

Der IS hingegen kämpft auf eigenem Boden, der eigene Tod ist dabei fixer Bestandteil seiner menschenverachtenden Strategie. Er wird permanent fremdfinanziert und muß sich um den Nachschub an Geld, Waffen und Rekruten keinerlei Sorgen machen. Er agiert international auf mehreren Kontinenten und gleicht Rückschläge immer wieder aus. Dieses Szenario läßt sich praktisch auch auf den Irak, Pakistan, Afghanistan, den Libanon, Ägypten, Libyen, Algerien, Tunesien und einer ganzen Liste an Ländern in Afrika und Asien übertragen.

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Die vom Westen entsandten Clowns haben es bisher in über sechs Jahren nicht geschafft auch nur einen einzigen haltbaren Erfolg zu erzielen. Der komplette „Arabische Frühling“ geriet zum Desaster. Dagegen finde ich die klare Haltung Israels bzw. der kurdischen Peschmerga als geradezu erfrischend, die zögern nicht, wenn es darum geht mit eiserner Faust zurückzuschlagen. Stattdessen streitet man sich in der EU solange, bis uns das Problem soweit über den Kopf wächst und dabei mit brutaler Gewalt in den Arsch beißt, daß es so richtig weh tut.

Mitleid empfinde ich nur mit den unschuldigen Opfern und ihren Familien, nicht aber mit den Regierungen, die dieses Debakel mit ihrer verfehlten Außenpolitik schließlich verursacht und regelrecht provoziert haben.

Amazon? Nein danke, wir kaufen woanders!

Wie sich erst neulich wieder herausstellte ist der Kunde bei der inzwischen größten Online-Plattform für Händler und Konsumenten nicht unbedingt König. Diese schmerzliche Erfahrung durften inzwischen wohl schon zehntausende Nutzer gemacht haben. So wird praktisch alles was den Betreiber irgendwie stört mit allen nur erdenklichen Mitteln im Keim erstickt, außer es wird von mutigen Zeitgenossen öffentlich gemacht und endet in negativen Schlagzeilen. Dieses Verhalten nimmt selbst deren Mitarbeiter nicht aus, was leider allzu selten vor Gericht endet. Die Rede ist hier nicht etwa nur von den miserablen Arbeitsbedingungen dieser Firma, sondern vor allem das Verhalten dem Verbraucher gegenüber. Wer das Unternehmen, selbst wenn dies sachlich gerechtfertigt ist, in irgendeiner Weise öffentlich kritisiert muß damit rechnen mundtot gemacht zu werden. Das heißt weder das Verfassen noch das Beurteilen von Rezensionen und deren zugeordneter Produkte, noch die Teilnahme an Diskussionen wird dem betreffenden Teilnehmer ermöglicht. Dies zeigt deutlich mit wem man es zu tun hat!

Auch kommt es immer wieder zu Betrugsfällen durch die immer noch fehlende Datensicherheit bei den Webshops, welche die Handelsplattform für diverse Marketplace-Händler zur Verfügung stellt. Diese werden leider immer wieder von unseriösen und kriminellen Nutzern gekapert und für ihr illegales „Geschäft“ benutzt, indem sie den Kunden auf externe Bezahlsysteme locken und ein extrem „günstiges“ Produkt anbieten, das aber nie verschickt wird. Dagegen tut Amazon allerdings nichts! Stattdessen verweist man zynisch auf die Möglichkeit solche Aktivitäten anzuzeigen, damit diese (mit entsprechender Verzögerung) „umgehend“ gelöscht werden.

Zwar kann man Bücher, CD’s, Filme oder Gadgets auch leicht anderswo im Netz ordern, ausgefallene Produkte findet man außerhalb des Amazon-Imperiums aber oft erst nach intensiver Suche. Wer glaubt, Amazon reüssiert nur deswegen, weil es billig ist, der irrt. Der Laden ist das Symptom einer weit verbreiteten Zivilisationskrankheit: Bequemlichkeit. Es geht flotter, im „Gemischtwarenladen“ von Firmengründer Jeff Bezos zehn unterschiedliche Waren auf einmal zu bestellen, als auf zehn verschiedenen Seiten jeweils die eigene Adresse sowie Zahlungsdaten anzugeben, und tagelang zu warten, bis die Waren endlich einzeln ankommen. Hinzu kommen auch noch der schnelle Preisvergleich und die mitunter geringeren Versandkosten, welche man sich in bestimmten Fällen komplett erspart.

Mag sein, daß dies nur „Luxusprobleme“ sind und vernünftige Menschen einfach im Laden um die Ecke einkaufen. Es ist aber nicht allein mein Dilemma, sonst würde Amazon nicht so viel Umsatz machen. Überdies würden nicht so viele Menschen bei Amazon bestellen, obwohl sie dabei ein schlechtes Gewissen haben. Ziel von Amazon ist es eine „unverzichtbare“ Bindung aufzubauen, sodaß sich Konsumenten die Seite nicht mehr wegdenken können, mit einem Wort Kundenbindung pur. Man schafft Abhängigkeiten, die so im normalen Leben nicht existieren würden. Bezos fährt eine aggressive Expansionsstrategie, beliefert immer mehr Märkte, bietet immer mehr Dienstleistungen an, damit sein Konzern zu einer ubiquitären Institution im Internet wird. Mittlerweile produziert Amazon sogar eigene Fernsehserien.

Amazon

Widerstand ist nie ganz zwecklos!

Vergleichbare Konkurrenten mit ähnlichen Ambitionen fehlen in Europa und den USA leider immer noch. Die Mitarbeiter von Amazon haben oft wenig Wahl, sie leben häufig in Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit, da ist man selbst über einen schlecht bezahlten Job froh. Amazon setzt auf das Modell „Tina“, kurz für: „There is no alternative.“ Es gibt keine Alternative. Auch Urlaubsgeld erhalten die Mitarbeiter keines. Nicht gerade nett vom Marktführer unter den Onlinehändlern, der in den letzten Jahren allein in Deutschland bis zu 11,9 Milliarden Dollar umsetzte. Steuern zahlt Amazon übrigens nur in homöopathischer Dosierung. Gewiß, es ist Amazons gutes Recht, nicht nur nett zu sein. Ich als Konsument habe aber auch das Recht, zu entscheiden, ob ich das mittragen möchte.

Vielleicht gibt es die Alternativen doch?

Dazu eine Anekdote, die viel über die Unternehmenskultur verrät:
Im Sommer 2011 brütete über Allentown in Pennsylvania eine Hitzewelle. Im örtlichen Amazon-Lager stieg die Temperatur über 40°C. Statt in teure Klimaanlagen zu investieren, orderte man lieber Rettungswägen vor die Tür, die jene Mitarbeiter wegführten, die kollabiert waren. In Deutschland wurden mittlerweile, nachdem es heftige Kritik und Streiks gab, Klimaanlagen in allen Versandzentren eingebaut. Das ist ein kleiner, vielleicht nur winziger Erfolg, aber er zeigt, daß Widerstand doch nicht ganz zwecklos ist.

Es lohnt sich, immer wieder über die Mißstände bei Amazon zu sprechen und in zweifelhaften Fällen die richtige Entscheidung zu treffen. Die richtige Entscheidung ist nur eben oft nicht die bequemste oder billigste. Ich werde daher nurmehr dann dort kaufen, wenn es absolut keine Alternative für meinen Bedarf gibt!

China-Syndrom neu

Schon unmittelbar nach der Wende 1989 war klar, daß sich die Märkte im Osten und auch im Westen verändern werden. Wie sehr und in welche Richtung das alles führen würde, davon hatten allerdings noch die wenigsten Konsumenten auch nur ansatzweise eine Vorstellung. Seit Mitte der 90er-Jahre wissen wir allerdings, daß die damit verbundenen Änderungen nicht nur neue Chancen für den Welthandel boten, sondern auch zu gravierenden Auswirkungen auf das Wirtschaftsgefälle zwischen Ost und West führen mußten. Die Massenmärkte im Osten bestimmten von da an die Regeln, selbst Länder wie Japan, Südkorea und Taiwan bekamen dies nun zu spüren. China spielt ab hier nun die Hauptrolle als internationaler Handelspartner, vorbei ist die Zeit als noch Europa und die USA den Welthandel dominierten.

Und so kam es wie es kommen mußte, die Volksrepublik China überschwemmt seitdem regelrecht die westlichen Märkte mit Waren aller Art, was inzwischen von vielen Konsumenten bereits als Normalität empfunden wird. Man kümmert sich kaum mehr um die Herkunft der Waren, Abstumpfung des Verbraucherverhaltens und eine bodenlos stumpfsinnige Geiz-ist-geil-Mentalität bestimmen den heutigen Handel. Dies führte zwangsläufig zu einem Massenangebot an Billigstwaren aller Art und einer unglaublichen Menge an minderwertigem Ramsch, der über alle denkbaren Vertriebswege nun feilgeboten wird.

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Nur weil inzwischen extrem viel aus China kommt, heißt das aber noch lange nicht daß man jeden Mist akzeptieren muß. Die bekannten Grundlagen solcher Preise kennen wir inzwischen sehr gut, sie lauten: niedrige Löhne, Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Kinderarbeit, Industriespionage, Plagiate, Patentrechtsverletzungen, mafiose Strukturen industrieller Syndikate und der praktische Verzicht auf jegliche Qualitätskontrolle, um nur die schlimmsten zu nennen. Wer hier meint es bloß mit simpler Markenvielfalt zu tun zu haben, irrt sich gewaltig, das wäre etwas völlig anderes, als das was wir hier geboten bekommen. Auch hat es nicht das geringste mit Innovation und Erfindungsreichtum zu tun, da die meisten Baupläne und Schaltungen aus dem Westen stammen und oft nur in geringfügig abgeänderter Form umgesetzt werden.

Wenn man über einen längeren Zeitraum beobachtet, was hier an Reklamationen alles zusammenkommt, nur weil manche glauben sie hätten das ultimative Gerät zum Bestpreis erworben, um dann enttäuscht festzustellen daß sie über den Tisch gezogen wurden, dann kann man sich leicht vorstellen unter welchen Bedingungen hier gefertigt wurde. Der fadenscheinige Hinweis, andere Firmen hätten auch Reklamationen, ist hier hoffnungslos fehl am Platz, da diese in keinem Verhältnis zu den chinesischen stehen. Solche Schrottleichen findet man dann zuhauf bei eBay. Wie grenzenlos naiv muß man als Konsument eigentlich sein, um dies alles zu tolerieren?!!

In den USA und Europa gibt es inzwischen massenhaft geschädigte Käufer, deren publizierte Fälle in den internationalen Foren zu teilweise heftigen Reaktionen seitens der Hersteller geführt haben. Man versucht diese Käufer mit allen Mitteln mundtot zu machen, indem man jeden Hinweis auf deren Machenschaften mit Halbwahrheiten und Lügen zu entkräften sucht. Selbst wenn auf YouTube ein Video mit aufschlußreichen Details über die miese Fertigungsqualität der Geräte erscheint, wird von diesen Leuten versucht es entfernen zu lassen. Selbst englischsprachige Foren werden von chinesischen „Kampfpostern“ regelrecht attackiert, nur um jeglichen Rufschaden zu vermeiden.

Diese Praxis erstreckt sich dabei aber nicht nur auf HiFi-Produkte, sondern auf sämtliche Fachbereiche in der Elektronik. Daher kann ich nur jedem dringendst abraten solche Geräte zu kaufen, denn sie zerstören nicht nur Arbeitsplätze in Europa, sondern schädigen auch nachhaltig unsere Wirtschaft durch eine neue Art des „China-Syndroms“!

Demokratie heute

Anläßlich der aktuellen Lage Europas und den durch Politik und Wirtschaft entstandenen Verwerfungen in unserer Gesellschaft innerhalb und außerhalb des deutschsprachigen Raums sei zur nunmehr neu aufflammenden Diskussion über Freiheit und Demokratie folgender Vergleich anzustellen. Schon lange vor dem 1. Weltkrieg wurden Fragen zur Verfassung und dem damit verbundenen Parlamentarismus aufgeworfen. Vieles wurde auch nach der Märzrevolution von 1848 noch immer zensiert oder komplett verboten, den Geist der damit eingeleiteten Demokratiebewegung konnte man allerdings nicht mehr unterdrücken, ganz im Gegenteil, dieser wurde nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 noch verstärkt, wenngleich er erst im Vorfeld des 1. Weltkriegs zu seinem endgültigen Durchbruch kam. Welche Stimmung damals in den deutschen Ländern allgemein herrschte kann man sich anhand des folgenden Zitats leicht vorstellen:

„Als genüge es nicht, Deutschland in einen Kampf auf Leben und Tod gegen eine ganze Welt haßerfüllter, mörderischer Neidlinge zu verwickeln, läßt nun die Vorsehung einen Wirbelwind politischen Wahnsinns über das geprüfte Volk niedergehen! Die ernstesten Leute sind davon ergriffen, gehen zu Marat und Robespierre in die Schule, reden von „Freiheit und Gleichheit“, von „Forderungen der Zeit“, vom „Aufmarsch der Arbeiter“, von „Neuorientierung“, von „freie Bahn allen Tüchtigen“… und wie die billigen Phrasen alle heißen, schwärmen dabei von einem demokratischen Scheinkönigtum, von „Ministerverantwortung nach dem Beispiele Englands“, und liebäugeln mit den Republiken diesseits und jenseits des Wassers. Und bei all diesem Eifer wird die Stimmung im ganzen Lande immer schwüler und gedrückter. Ich — der ich die herrlichen Jahre 1870/71 aus nächster Nähe betrachten und davon bestimmende Eindrücke fürs ganze Leben schöpfen durfte — hätte es nie für möglich gehalten, daß ich vor meinem Ende eine soweit verbreitete Reichsverdrossenheit, eine so allgemeine Verbitterung und einen solchen Hoffnungsbankrott erleben würde, noch dazu in einem Augenblick, geeignet wie kein zweiter, Einigung, Begeisterung, Hoffnung in überschwenglichen Maßen zu gebären.“

Houston Stewart Chamberlain
„Der demokratische Wahn“ 1917

Demokratie heißt in erster Linie Gewaltenteilung! Die sogenannte „Mitbestimmung“ besteht praktisch nurmehr in der Frage, wie man sich als Wähler zwischen Regen, Traufe und Jauche entscheidet. In allen Fällen wird man naß und fängt auch nach einer Weile an mehr oder weniger zu stinken. Und wenn erst mal das altbekannte Stimmvieh, dessen Dummheit und Ignoranz nurmehr von seiner unfaßbaren Faulheit übertroffen wird, zur Urne schreitet, dann darf der Statistiker wie stets zuvor feststellen, daß ca. 40% gleich gar nicht wählen gingen. Am Ende steht dann wie immer ein Wahlergebnis, dessen einziger Wert in der Neuauflage bekannter Mehrparteiensysteme liegt, wodurch jegliche Verbesserung der Lebensverhältnisse im Staat verhindert werden. Zum Handkuß kommen dabei vor allem die jeweils nächsten Generationen, die die inzwischen angehäuften Altlasten an Schulden und einer unendlichen Liste an Mißständen nun aufzuarbeiten haben.

Demokratie ist also immer das was man daraus macht, man sieht das heute in Polen, Ungarn, Griechenland und einer ganzen Reihe anderer Staaten außerhalb der EU. Jene, die heute immer noch denken, sie sei das kleinste Übel verglichen mit diversen Diktaturen, irren sich da gewaltig! Was also die westliche Allianz, wie UNO, NATO, USA, UK und inzwischen auch die EU, sich auch immer an neuen Machenschaften und Lügen ausdenken, es ist am Ende immer das Selbe, eine Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten westlicher „Demokratien“, durch die gezielte Zerstückelung und Entmachtung bestehender Staaten. Wie so etwas in Europa aussieht sieht man als jüngstes Beispiel am besten am Balkan. Zwergstaaten, die nun in die Abhängigkeit getrieben wurden und damit auch noch zwangsweise Mitglied der Weltbank werden mußten. Es sind demnach auch immer die gleichen Verbrecher, die sich ständig auf dieser Welt beim Aufstellen neuer Pulverfässer beobachten lassen!

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Praktisch die halbe Menschheit wird nach dieser Methode geknechtet und zielgerecht unterjocht. Staaten, die sich das nicht gefallen lassen, werden dabei stets kriminalisiert (siehe Panama, Iran, Syrien, Libyen, Somalia, Mali u.v.a.) und befinden sich permanent im Fadenkreuz westlicher Geheimdienste. Sie werden wirtschaftlich isoliert, um sie in die Knie zu zwingen. Man beschließt Sanktionen, die zwar politisch völlig wertlos sind, aber zumindest nach außen hin Wirkung zeigen sollen. Machthaber die dabei nicht mitspielen läßt man einfach ermorden, oder entläßt sie im günstigsten Fall ins Exil.

Es gilt also immer noch der Jahrtausende alte Grundsatz:
„Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein!“

Darüber sollten heute alle selbsternannten „Demokraten“ ernsthaft nachdenken!

„Luxus“ Meinungsfreiheit

Anläßlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober 2015 hat sich nach längerer Zeit nun wieder auch ein alter bekannter zu Wort gemeldet: Salman Rushdie. Was er hier zu sagen hatte halte ich nicht nur für wichtig, sondern auch auf breitester Ebene für längst fällig! So geht es hier nicht bloß um den religiösen Fanatismus und die Intoleranz einiger Vertreter des radikalen Islams im Iran und anderen Ländern, sondern ganz besonders um ein im Westen inzwischen stark verbreitetes Phänomen, gemeinhin als „Political Correctness“ bezeichnet. Rushdie warnt hier mit deutlichen Worten vor der Gefahr einer massiv eingeschränkten Meinungsfreiheit, die vor allem durch Gewalt gegen Schriftsteller und einer völlig falschen Auffassung von politischer Korrektheit die öffentliche Meinung zu beeinflussen droht.

Daß sich der Westen mittlerweile mit seinem Meinungsbild in eine derartige Richtung bewegt, hatte er nicht erwartet. So meinte er: „Es scheint mir, der Kampf um die freie Meinungsäußerung wurde bereits vor 100 Jahren gewonnen.“ Rushdie kritisiert Beschränkungen der Meinungsfreiheit an den Universitäten, die sich auf aktuelle Beispiele in Großbritannien und den Vereinigten Staaten beziehen. „Die Idee, daß Schüler und Studenten an den Universitäten nicht mehr intellektuell gefordert werden, ist genau das, was wir bekämpfen sollten“, sagte er. Rushdie erklärte seinem Publikum, daß alle Menschen auf der ganzen Welt Geschichten erzählen könnten, so daß die Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht nur als Zensur zu begreifen wäre, sondern vor allem auch als ein Angriff auf die menschliche Natur als ganzes. „Es hindert uns daran die Art von Wesen zu sein, die wir sind. Es ist nicht etwas, das spezifisch für eine bestimmte Kultur steht. Es ist etwas allgemein gültiges für alle Menschen“, sagte er.

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Wenn wir uns damit einen der wichtigsten Punkte in den Verfassungen des deutschen Sprachraums vor Augen halten, dann sollte eigentlich jedem klar sein, daß das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit über Jahrhunderte blutig erfochten wurde und daher in jedem Fall das bei weitem höhere Gut im Vergleich zu politischer Korrektheit darstellt. Zu diesem Thema hat sich auch Thomas Gottschalk im Rahmen der Frankfurter Buchmesse im digitalen Zeitalter kritisch geäußert: „Eine Frage, wie zum Beispiel zum Flüchtlingsproblem, die ich früher mit einer Arglosigkeit beantwortet hätte, erzeugt heutzutage einen Shitstorm allerersten Ranges in einer so kurzen Zeit, daß selbst ich, der ich zu Spontanäußerungen neige, fünfmal überlege, ob ich zu bestimmten Stichwörtern heute noch ungeschützt meien Meinung sage.“ Das sollte uns allen hier zu denken geben! Mir ist vor allem im Internet die freie Meinung immer noch wichtiger, als die mittlerweile losgetretene Lawine an weltweiter Volksverblödung zu den Kontroversen dieser Zeit.

Opportunismus und Menschlichkeit

Es ist immer wieder dasselbe alte Lied: Harte Zeiten verlangen stets harte Prüfungen von uns! Eine gewaltige Lawine an fast ausschließlich arabischen Flüchtlingen droht nun ganz Europa buchstäblich zu überschwemmen und unsere gewählten Politiker, einschließlich dem Europaparlament, stehen dieser Herausforderung bislang mit untauglichen Mitteln gegenüber. Daß dies früher oder später in praktisch allen Ländern zu einer Spaltung der öffentlichen Meinung führen muß, war dabei vorprogrammiert.

Wie verlogen und manipulativ die Medien und vor allem die freie Presse mit dieser Situation umgeht zeigt der nun jüngste Fall. Osama Abdul Mohsen, ein Flüchtling aus der syrischen Stadt Deir ez-Zor, die seit Juni 2015 vom IS belagert wird, aber immer noch eine der Bastionen des Syrischen Regimes im Osten des Landes ist. Osama Abdul Mohsen schaffte es mit seiner Familie zuerst in die Türkei, dann lediglich mit seinen beiden Söhnen (Mohamed (18) u. Zaid (7)) nach Griechenland und weiters über die Balkanroute bis nach Ungarn, wo er in einem Auffanglager zur Registrierung mit mehreren Tausend anderen zunächst angehalten wurde.

Erst als die Verhältnisse in diesem Lager unerträglich und das quälende Warten den Flüchtlingen sinnlos erschien, brachen diese schließlich in einer regelrechten Massenpanik aus und überrannten die Polizei und deren Ordnungskräfte. Dies wurde aber sowohl von ungarischen TV-Sendern wie auch diversen privaten Personen mitgefilmt. Dabei kam es zu einem denkwürdigen Vorfall, der inzwischen weltweites Aufsehen erregte. Eine Journalistin des Senders N1TV fand diese Gelegenheit günstig, um innerhalb der nun illegal flüchtenden Menge das eine oder andere Bein zu stellen. Dabei wurde auch Mohsen und sein sieben Jahre alter Sohn eines ihrer „Opfer“, das so zu Fall gebracht wurde. Zugegeben, die Aktion als ganzes war höchst überflüssig und einer Journalistin völlig unwürdig, aber dennoch nicht unprovoziert. Grundsätzlich ist es Aufgabe der Journalisten Bericht zu erstatten und nicht etwa Partei zu ergreifen. Diese Menschen handeln jedoch stets mit dem „Recht der Masse“, was also der Einzelne gegen den Rechtsstaat nicht durchzusetzen vermag, das wird eben durch den Druck der Masse erzwungen und derlei Verhalten kann und darf in einer zivilisierten Gesellschaft nicht toleriert werden!

Allerdings war das nur der erste Akt in diesem Endlosdrama, denn der nächste folgt auf dem Fuß. Wie tausende andere seiner erbärmlichen Leidensgenossen fand nun auch Osama Abdul Mohsen durch die vorübergehende Öffnung der Grenzen Ungarns, Österreichs und Deutschlands seinen Weg bis nach München, wo er vorerst mit seinen beiden Kindern versorgt, registriert und in einer von zahllosen Notunterkünften untergebracht wurde. Spätestens jetzt tun sich aber eine ganze Reihe von Fragen auf: Warum blieb er nicht bei seiner Familie in der Türkei, wo er vor den Schergen des verhaßten Assad-Regimes und dem IS bereits in Sicherheit war? Wäre er da nicht als Moslem viel eher akzeptiert gewesen? Warum wollte er nicht in ein anderes EU-Land, wie z.B. Belgien oder Frankreich, sondern ausgerechnet wie die meisten nach Deutschland? Ist es vielleicht das vergleichsweise (noch immer) viel zu hohe Flüchtlingsgeld? Sind es etwa die scheinbar „besseren Chancen“ auf dem Arbeitsmarkt für ihn als 52-Jährigen? Warum nahm er nicht statt seinem jüngsten Sohn seine 13-jährige Tochter mit, die wesentlich robuster gegenüber den zu erwartenden Strapazen gewesen wäre?

Noch finden wir auf all diese Fragen an dieser Stelle keine schlüssige Antwort, aber spätestens im (vorläufig) letzten Akt werden wir sie vor Augen haben. Aufgepaßt werte Leser, denn nun folgt das Sahnehäubchen dieser Story! Inzwischen hat man andernorts herausgefunden was Herr Mohsen zuvor in seiner Heimat war, nämlich kein geringerer als der Trainer der örtlichen Fußballmannschaft aus der ersten Division und nun angeblich sogar Fan von Real Madrid.
Na und?! – Gilt dies nun etwa als eine Art Freibrief für diverse Ansprüche innerhalb seines Flüchtlingsstatus? Nun, in Deutschland offenbar nicht, denn aufgrund einer großherzigen Einladung nach Madrid, einer Initiative der Fußball-Akademie CENAFE und von deren Präsident Miguel Angel Galan in der spanischen Stadt Getafe, bekommt er nun samt seiner ganzen Familie nicht nur Asyl plus einer komfortablen Wohnung, sondern auch gleich einen tollen Job als Trainer. Interessant, was es nicht alles gibt!

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Deutschland ist nun offensichtlich nicht mehr gut genug, Spanien ist mit seinem Angebot innerhalb Europas praktisch nicht mehr zu schlagen. Somit wird aber auch offenkundig warum die Türkei verlassen wurde, es ging von Anfang an nicht vordringlich um die Sicherheit der Familie, sondern um ein besseres Leben als europäischer Wirtschaftsflüchtling! Bestätigt wurde dies überdies auch noch von seinem ältesten Sohn Almuhannad (19), der sich mit seiner Schwester Doua’a (13) und deren Mutter Muntaha (38) noch immer in der Türkei aufhält: „Wir hofften alle auf ein besseres Leben, aber für Syrer ist das Leben in der Türkei sehr schwierig“. Dies zeigt uns mit aller Deutlichkeit wo die Grenze zwischen eiskalt berechnendem Opportunismus und Menschlichkeit liegt!

Der Flüchtlingsstrom und die erbärmliche Heuchelei!

Diese Heuchelei ist wahrlich unerträglich. Die islamische Welt wie auch die (noch nicht) islamischen südafrikanischen Staaten verdoppeln seit 1900 ihre Bevölkerungen alle 20 bis 30 Jahre, seit vielen Jahrzehnten schon sehr weit über die Tragfähigkeit der Staaten hinaus. Elend, Hunger, Islamisierung und Auswanderungswellen in Richtung Europa sind u.a. die Folge. Seit 1960 kanalisiert besonders die islamische Welt – mit freundlicher Unterstützung der USA – Bevölkerungswachstum und Armut nach Europa.

Die Probleme der Bevölkerungsexplosion vor Europas Toren können nicht durch die freundliche Aufnahme von Elends- und Armutsflüchtlingen gelöst werden. Denn vor den Toren Europas stehen nicht ein paar Millionen, dort warten jetzt schon eine Milliarde Menschen, und es werden immer mehr.

Wenn die Rot-Grünen nun die unbeschränkte Aufnahme von Armutsflüchtlingen fordern und auf diese Weise „Verantwortung übernehmen“ möchten, dann ist das so absurd, wie der Versuch, einen Brand mit Benzin zu löschen. Wenn Europa wirklich helfen möchte, dann muß die Hilfe in der Heimat der Elendsflüchtlinge erfolgen. Und jede Hilfe müßte an die Bedingung der Einführung der Ein-Kind-Ehe nach chinesischem Vorbild, oder zumindest an eine staatliche Geburtenregelung geknüpft sein.

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Die „Scheinbewahrer“, die erklärt haben, nicht noch mehr asylbetrügende Scheinasylanten aufnehmen zu wollen, meinen es offenbar nicht ernst, denn sonst würden sie das Schengener Abkommen kündigen und die Grenzen schließen, weil Italien, Spanien und Griechenland diesen Wirtschaftsflüchtlingen einfach eine Reiseerlaubnis nach Deutschland und in andere mitteleuropäische Länder in die Hand drücken würden, obwohl sie vertraglich verpflichtet sind eben genau das nicht zu tun.

Julian Assange – Asyl u. Sieg

Endlich, nach langem Hin und Her dürfen schwedische Staatsanwälte den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in Ecuadors Botschaft in London zu einem fragwürdigen Vergewaltigungsvorwurf befragen. Obwohl die ecuadorianischen Behörden angeblich schon vor einem Jahr einem allfälligen Verhör zugestimmt hätten, wurde dieses jedoch im letzten Moment aus formalen Gründen verhindert, da sich der Fragenkatalog auch über sachfremde sensible Themen erstreckte und daher aus ihrer Sicht inakzeptabel war. Nun gilt es einen passenden Termin zwischen Ecuador und der schwedischen Staatsanwaltschaft zu vereinbaren, wie man aus informierten Kreisen und dem Außenministerium in Quito hört.

Noch immer will die schwedische Justiz Assange in Zusammenhang mit den „Vergewaltigungsvorwürfen“ vernehmen, die gegen ihn erhoben wurden. Nachdem ihn eine Schwedin angezeigt hatte, wurde 2010 ein europäischer Haftbefehl gegen Assange erlassen. Der 45-jährige Australier beteuerte bereits mehrmals, es habe sich ausschließlich um einvernehmlichen Sex gehandelt, die Anschuldigungen weist er als offenbar politisch motiviert nach wie vor zurück.

Assange lebt inzwischen seit mehr als vier Jahren in der Botschaft, um sich der drohenden Auslieferung nach Schweden zu entziehen. In Großbritannien hatte er alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung bereits ausgeschöpft. Seitdem lebt er im Botschaftsgebäude auf ziemlich beengtem Raum.

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Inzwischen ging Assange gegen die Entscheidung eines schwedischen Bezirksgerichts in Berufung, den Haftbefehl aufrechtzuerhalten. Weitere Vorwürfe sexueller Belästigung gegen ihn waren im vergangenen Sommer 2015 verjährt. Der Vergewaltigungsvorwurf steht noch immer im Raum und würde nach Lage der Dinge erst 2020 verjähren. Ein Datum für das Verhör solle nun bestimmt werden, sobald Chefanklägerin Marianne Ny aus ihrem Urlaub zurückgekehrt sei. Auch die UNO hat inzwischen den Fall als skandalös bezeichnet, da das Tauziehen zwischen den einzelnen Institutionen mittlerweile über sechs Jahre andauert und sich trotz aller Bemühungen kein Ende abzeichnet. Welch eine Schande für alle Beteiligten!